
TuS N-Lübbecke will an Dormagen anknüpfen und auch gegen Großwallstadt in der MERKUR Arena siegen
12. Februar 2026
TuS N-Lübbecke verpflichtet Niklas Gautzsch zur Saison 2026/27
14. Februar 2026Extrem unerklärlich: TuS gibt 16:9-Führung aus der Hand – 26:29-Blamage gegen Großwallstadt – Seit 5 Monaten und 14 Tagen ohne Heimsieg

Niederlagen gehören zum Sport dazu, sind z.B. nicht zuletzt für Kinder und Jugendliche ganz wichtig fürs spätere Leben. Im Profisport – wie der 2. Handball-Bundesliga – können sie dagegen äußerst peinlich sein, wenn man kurz vor und bei der Halbzeitpause einem souveränen Sieg (16:9-Zwischenstand in der 27. Minute) entgegenzustürmen scheint, am Ende aber noch mit drei Toren Abstand recht ungläubig in die Röhre schaut. Das 26:29 (16:10) am Freitagabend in der MERKUR Arena gegen den TV Großwallstadt steht exemplarisch für das Team des TuS N-Lübbecke auch in der laufenden Saison, wo auf eitel Sonnenschein (vor acht Tagen der 34:30-Erfolg in Dormagen) erneut die pure, die sehr große Enttäuschung folgt. An den hiesigen Zuschauern lag’s nicht, dass das Happy End – es war in der Crunchtime immer noch gut möglich – für den TuS ausblieb. Bei den heimischen lautstarken Anhängern bedankte sich N-Lübbeckes Coach Davor Dominikovic hernach ausdrücklich!
Immerhin stand schon vor dem gesamten aktuellen Spieltag fest, dass der TuS seinen 11. Tabellenplatz behalten würde, ganz gleich mit welchem Resultat man aus dem Duell mit Großwallstadt herausginge. Die kommenden Aufgaben haben es jedoch in sich, die dicken Brocken stehen nun auf dem Spielplan. Gegen vier Teams aus den TOP 5 der aktuellen Liga-Tabelle haben die Jungs vom Wiehen nun anzutreten. Und zwar auswärts bei der SG BBM Bietigheim (am Sonntag, 22. Februar, 17 Uhr), dann zuhause gegen HBW Balingen-Weilstetten (am Mittwoch, 25. Februar, 20 Uhr), beim 1. VfL Potsdam (am Samstag, 28. Februar, 18 Uhr) sowie in der MERKUR Arena gegen den HC Elbflorenz (am Montag, 9. März, 19.30 Uhr).
Zurück zur Partie an diesem Freitagabend gegen den Traditionsklub aus Mainfranken: Wir dürfen an dieser Stelle zunächst von wunderbarem, schönem und flüssigen TuS-Spiel schreiben, das auch schon auf eine ebenso stressfreie zweite Spielhälfte und damit auf ein besonders schönes Wochenende mit viel Nachfreude schließen ließ. Nach einem ausgeglichenen Herantasten in die Partie auf beiden Seiten bis zum 3:3 (7. Spielminute), bauten die Hausherren auf 9:6 (16., Tim Roman Wieling) aus und dank eines 4:0-Laufs wurde aus dem 10:8 (19.) ein 14:8 (25.). Wobei zu den ersten 30 Minuten auch gehört, dass Fredrik Genz im Nettelstedt-Lübbecker Kasten gleich vier (!) Siebenmeter parierte!
Nach dem Wechsel sah es mit dem 18:12 (Sven Weßeling im Tempogegenstoß, 35.) auch zunächst noch gut für die Domnikovic-Schützlinge aus! Doch der 4:0-Lauf der Gäste bis auf 18:16 (39.) ließ nicht allzu lang auf sich warten. In dieser Zeit waren ein Zeitspiel des TuS, ein Fehlwurf, ein Fehlpass sowie ein Lattenkracher zu notieren. Erstmals nach langer Zeit wieder zum Ausgleich kam Großwallstadt beim 21:21 (46.). Zwei Lutz-Heiny-Treffer zum 24:22 (51.) und ins lange Eck zum 25:23 (52.) zeigten, dass der TuS N-Lübbecke sich nochmals aufbäumen konnte. 1:6 ging der Rest der Partie aber für die Rothemden aus. Zudem war in der 55. Minute auch noch „glatt rot“ gegen Yannick Dräger zu beklagen!
Rolf Hermann, Geschäftsführer des TuS, schüttelte nach der Partie mit dem Kopf. ,,Es ist einfach nicht zu fassen!“ Unerklärlich sei es, „wie wir uns so eine Niederlage noch gefallen lassen haben!“ Man habe sich beim 16:10-Halbzeitstand wohl zu sicher gefühlt, was einem einfach nicht passieren dürfe. Vor dem Seitenwechsel sei man im Angriff direkt auf die gegnerische Abwehr zugelaufen und habe viele Tore generiert, „später ging alles wieder nur in die Breite…!“ Warum „auf einmal wieder dieser Angsthasen-Handball?“
Stimmen zum Spiel:
Davor Dominikovic (TuS N-Lübbecke): „Ich darf zu einem verdienten Großwallstädter Sieg gratulieren! Der Gegner hat nach der Halbzeitpause von unseren Fehlern profitiert. Wobei auch ich nicht frei von Fehlern bin und als Trainer immer als Erster in der Verantwortung stehe. So eine richtige und abschließende Erklärung für den Leistungsabfall habe ich aber bisher nicht!“
André Lohrbach (TV Großwallstadt): „Ich bin stolz auf die Leistung meiner Mannschaft in der 2. Halbzeit! Wir haben zuletzt oft gut gespielt – uns aber oft nicht wirklich belohnt. Aber der Glaube war dann wieder da und wir haben gut Tempo gemacht. Ganz so wie der TuS im ersten Durchgang. Die Zahl unserer Angriffe haben wir dann sehr erhöht, was uns auch geholfen hat.“
Statistik
TuS N-Lübbecke: F. Genz (11/4 P.), Grabenstein (1 P.); G. Genz, Santos (2), Heiny (2), Hörr, Sturhahn, Schulze (6/5), Lundahl, Dräger (1), Hornyak, Blaauw (6), Weßeling (6), Pabst (1), Blazicko, Wieling (2).
TV Großwallstadt: Nowottny (7/1 P.), Minerva; Buchinger, Klenk, Gempp (1), Eisenträger (3), Meddeb (5), Klimpke (1), Redkyn, Battermann (4), Stark (6/1), Horner, Skaarnaes (4), Zimmer, Schalles (5).
Siebenmeter: 5/6 Wieling an Nowottny (14.)- 1/5 Schalles an Genz (2. + 22.), Eisenträger an Genz (22.), Battermann an Genz (29.)
Zweiminuten: Weßeling (17.), Santos (22. + 40.), Blaauw (43.), Dräger (46.), Lundahl (59.) – Schalles (3. + 25.), Klimpke (14.), Gempp (44.)
Disqualifikation: Dräger (55.)
Schiedsrichter: Paul Kijowski und Lukas Strüder

13.02.2026 Lübbecke. 2. Handball Bundesliga. 19. Spieltag.
TuS N-Lübbecke – TV Großwallstadt
Foto: Oliver Krato

13.02.2026 Lübbecke. 2. Handball Bundesliga. 19. Spieltag.
TuS N-Lübbecke – TV Großwallstadt
Foto: Oliver Krato

13.02.2026 Lübbecke. 2. Handball Bundesliga. 19. Spieltag.
TuS N-Lübbecke – TV Großwallstadt
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13.02.2026 Lübbecke. 2. Handball Bundesliga. 19. Spieltag.
TuS N-Lübbecke – TV Großwallstadt
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13.02.2026 Lübbecke. 2. Handball Bundesliga. 19. Spieltag.
TuS N-Lübbecke – TV Großwallstadt
Foto: Oliver Krato















































