Der TuS N-Lübbecke muss weiter auf die ersten Punkte der neuen Saison warten. Beim ambitionierten HC Elbflorenz 2006 unterlagen die Rot-Schwarzen am Samstagabend mit 31:37 (16:21). Vor allem eine schwache Anfangsphase, zu viele Ballverluste und die erneut mangelnde Chancenverwertung verhinderten ein besseres Ergebnis. Trotz des schwierigen Saisonstarts gilt es nun, die Köpfe oben zu behalten und gemeinsam auf die Trendwende hinzuarbeiten.
Die Vorzeichen vor dem ersten Auswärtsspiel der Saison hätten unterschiedlicher kaum sein können. Während der HC Elbflorenz seine ersten beiden Pflichtspiele gewonnen hatte, reiste der TuS nach zwei Niederlagen nach Dresden und wollte insbesondere auf die deutliche Heimniederlage gegen den VfL Lübeck-Schwartau eine Reaktion zeigen.
Kurz vor der Partie musste der TuS allerdings noch einen personellen Rückschlag hinnehmen. Kasper Haugen Furu fiel aufgrund von Schulterproblemen aus. Tjorven Sturhahn absolvierte am Samstag zunächst noch eine Prüfung im Rahmen seiner Ausbildung in Hannover und reiste anschließend direkt nach Dresden. Er traf erst kurz vor Spielbeginn in der BallsportArena ein.
Der Start vor gut gefüllten Rängen gehörte klar den Gastgebern. Dem TuS war die Verunsicherung aus den vergangenen Partien zunächst anzumerken. Zu frühe und überhastete Abschlüsse sowie einfache Fehler ermöglichten Dresden immer wieder schnelle Gegenstöße. Nach dem 2:3 durch Thies Bergemann setzte sich Elbflorenz innerhalb weniger Minuten auf 7:2 ab, sodass Davor Dominikovic bereits nach siebeneinhalb Minuten seine erste Auszeit nahm.
Auch danach blieb die Chancenverwertung ein großes Problem. Immer wieder scheiterte der TuS am Dresdner Torhüter Marino Mallwitz, während Elbflorenz die Fehler der Lübbecker konsequent zu einfachen Toren nutzte.
Nach und nach fand der TuS jedoch besser in die Partie. Niklas Gautzsch traf aus dem Rückraum und beim 9:14 hatte sich Lübbecke erstmals wieder etwas herangearbeitet. Zusätzliche Belebung brachte die Einwechslung von Tjorven Sturhahn, der dem Lübbecker Angriff neue Impulse gab. Insgesamt präsentierte sich der TuS nun stabiler, verpasste es aufgrund weiterer Fehlwürfe und einfacher Fehler aber, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Thies Bergemann verwandelte mit der letzten Aktion per Siebenmeter zum 16:21-Halbzeitstand.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die mangelnde Effektivität im Abschluss das zentrale Problem. Der TuS verteidigte weiter offensiv mit Gautzsch auf der Spitze, konnte aus Ballgewinnen und eigenen Möglichkeiten aber zu wenig Kapital schlagen. Bergemann verkürzte in der 39. Minute noch einmal auf 20:26, doch statt weiter heranzukommen, folgten erneut zwei Ballverluste. Dresden bestrafte diese konsequent und erhöhte auf 28:20. Dominikovic nahm seine zweite Auszeit und forderte mehr Konzentration von seiner Mannschaft.
Der TuS versuchte nun auch mit dem siebten Feldspieler neue Impulse zu setzen. Gautzsch traf selbst und bediente wenig später Max Santos sehenswert zum 24:30. Doch Dresden blieb konsequent und ließ die Lübbecker nicht mehr entscheidend herankommen. Beim 24:33 nahm Dominikovic knapp elf Minuten vor dem Ende seine letzte Auszeit.
Mit zunehmender Spieldauer wurde deutlich, wie schwer die Hypothek aus der Anfangsphase und die aktuelle Situation auf den Schultern der Lübbecker lasteten. Dennoch gab sich die Mannschaft nicht auf. Wullenweber und Santos sorgten noch einmal für Treffer, eine echte Aufholjagd ließ der HC Elbflorenz jedoch nicht mehr zu. Am Ende musste sich der TuS mit 31:37 geschlagen geben.
Bester Lübbecker Werfer war Thies Bergemann mit zwölf Treffern, davon acht per Siebenmeter. Im anschließenden Interview bei Dyn brachte der Rechtsaußen die entscheidenden Dinge auf den Punkt: „Die Hürde der ersten zehn Minuten im Spiel war einfach riesengroß. Wir haben gekämpft, trotzdem ist so ein Rückstand gegen eine Mannschaft wie Dresden dann schwer aufzuholen.“ Für die kommende Woche sei das Ziel klar: an den Basics arbeiten und vor allem die Wurfeffektivität verbessern.
Grabenstein (7 P.), Genz (1 P.); Bergemann 12/8, Santos 4, Gautzsch 4, Schulze 3, Dräger 3, Wullenweber 2, Dederding 2, Blazicko 1, Sturhahn, Lundahl, Blaauw, Pabst, Eisele





