Der DHB-Pokal ist für den TuS N-Lübbecke bereits nach der ersten Runde beendet. Die Lübbecker unterlagen am Freitagabend beim TV Emsdetten mit 25:29 (13:17) und blieben dabei über weite Strecken hinter den eigenen Erwartungen zurück. Zu viele technische Fehler und eine schwache Chancenverwertung verhinderten, dass der TuS ernsthaft um den Sieg mitspielen konnte. Auch die Torhüter konnten diesmal keine entscheidenden Impulse setzen – ganz anders als die Schlussmänner des TVE. Glückwunsch an den TV Emsdetten zum Einzug in die zweite Runde des DHB-Pokals.
Für den TuS heißt es nun, die Niederlage schnell aufzuarbeiten. Eine Woche bleibt dafür Zeit, ehe am kommenden Freitag um 19.30 Uhr mit dem VfL Lübeck-Schwartau der erste Gegner der neuen Zweitligasaison in der MERKUR Arena gastiert.
Davor Dominikovic schickte Alexander Schulze, Finn Wullenweber, Niko Blaauw, Henri Pabst, Thies Bergemann, Yannick Dräger und Frederik Genz als Startsieben auf die Platte. Dräger eröffnete die Partie mit dem 1:0 und bildete gemeinsam mit Wullenweber den Innenblock der Lübbecker. Nach einem Foul an Niko Blaauw verwandelte Schulze den fälligen Siebenmeter sicher zum 2:0 (4.).
Der TV Emsdetten tat sich in den ersten Minuten schwer, ins Spiel zu finden. Doch der TuS versäumte es, aus der guten Anfangsphase mehr Kapital zu schlagen. Beim 3:3 durch Niclas Heitkamp (8.) war die Partie bereits wieder ausgeglichen. Kurz darauf kassierte Henri Pabst seine erste Zeitstrafe. Kasper Haugen Furu kam für Wullenweber in die Partie, während Alexander Schulze mit seinem zweiten Siebenmeter an TVE-Keeper Paul Dreyer scheiterte. Nach schneller Balleroberung traf Niko Blaauw anschließend ins leere Emsdettener Tor und brachte uns mit 5:4 in Führung. Doch zwei Treffer von Beekmann drehten die Partie zugunsten der Gastgeber.
Emsdetten nutzte die Fehler des TuS und hatte bei einigen Abschlüssen zudem das nötige Quäntchen Glück. Beim 9:7 (16.) lag der TVE erstmals mit zwei Toren vorne. In der 17. Minute kassierte Pabst seine zweite Zeitstrafe, kurz darauf erhöhte Yannick Terhaer auf 10:7.
Dominikovic reagierte und wechselte im Tor. Für Frederik Genz kam Leon Grabenstein, doch auch er konnte zunächst keine entscheidenden Akzente setzen. Der TuS lief nun einem Rückstand hinterher, der bis zur Pause auf vier Tore anwuchs. Auch die Auszeit in der 25. Minute brachte zunächst keine Wende.
Mit einer offensiven 5:1-, teilweise sogar 3:2:1-Deckung kam der TuS aus der Kabine. Die Maßnahme zeigte zunächst Wirkung. Kasper Haugen Furu verkürzte auf 15:17 (31.) und plötzlich war der TuS wieder in Schlagdistanz.
Doch eine Zeitstrafe gegen Yannick Dräger brachte den Gastgeber zurück ins Spiel. Emsdetten nutzte die Überzahl konsequent und zog auf 20:15 (34.) davon. Die Hypothek für die Lübbecker wurde damit erneut größer.
Der TuS gab sich jedoch nicht geschlagen. Dräger traf im Nachwurf zum 18:20 (37.), doch im direkten Gegenzug kassierten die Gäste wieder einen Gegentreffer. Beim 20:21 (41.) war der TuS erneut dran. Der Ausgleich wollte allerdings nicht fallen. Stattdessen legte Damböck mit zwei Treffern nach und stellte auf 23:20 für den TVE.
Ähnlich verlief die Schlussphase: Als Kasper Haugen Furu in der 48. Minute auf 23:24 verkürzte, keimte noch einmal Hoffnung auf. Doch Zintel, Damböck und Terhaer sorgten mit drei weiteren Emsdettener Treffern für die Vorentscheidung. Beim 27:23 war die Partie endgültig auf die Zielgerade eingebogen.
Am Ende stand eine verdiente 25:29-Niederlage für den TuS. Abgesehen von der Anfangsphase waren die Ostwestfalen dem Gastgeber in zu vielen Bereichen unterlegen. Vor allem die technischen Fehler und die mangelnde Konsequenz im Torabschluss machten einen Erfolg an diesem Abend nahezu unmöglich.
Entsprechend unzufrieden zeigte sich auch der TuS-Geschäftsführer nach der Partie. Die Leistung seiner Mannschaft habe ihn „wahrlich nicht begeistert“. Gleichzeitig hofft er, dass die Niederlage „ein Warnschuss zur rechten Zeit ist“. Gerade mit Blick auf die Chancenverwertung fand er deutliche Worte: „Mit der Abschlussschwäche, wird es sehr schwer, ein Spiel zu gewinnen.“
Ein positives Signal gab es am Ende aber auch: die Unterstützung von den Rängen. Zahlreiche Lübbecker Fans hatten den TuS nach Emsdetten begleitet und hielten gegen die lautstarken TVE-Anhänger gut dagegen. Dafür gab es vom Geschäftsführer ausdrücklich ein Dankeschön an die mitgereisten TuS-Fans.
Nun gilt es, die Lehren aus dem Pokal-Aus zu ziehen. Denn bereits in einer Woche geht es um die ersten Zweitligapunkte der Saison. Dann gastiert der VfL Lübeck-Schwartau am Freitag um 19.30 Uhr in der MERKUR Arena.
Stimme zum Spiel:
Davor Dominikovic: „Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben dann in einer Phase, wo wir eigentlich gut waren, die Kontrolle verloren, das war ein Wendepunkt im Spiel. Bis zur Halbzeit war das Ergebnis mit 14:17 nicht schlecht. In der zweiten Halbzeit haben wir dann durch die Umstellung in der Deckung mehr Sicherheit bekommen, haben dann aber die herausgespielten Situationen nicht genutzt. Wenn wir die Chance hatten heranzukommen, verwerfen wir wieder. Mit 20 Paraden der Emsdettener Torhüter wird’s dann auch schwer. Wir haben zwar bis zum Schluss gekämpft, aber insgesamt haben wir zu viele technische Fehler gemacht.“
Statistik:
TV Emsdetten: Dreyer (19/2 P.), Krechel (1/1 P.); Meuser (4), Heitkamp (2), Terhaer (7/4), Budelmann (1), Träger, Beekmann (4), Gorpishin, Dörtelmann, Hasenkamp, Tobeler (1), Zintel (4), Timm, Kluwe, Damböck (6).
TuS N-Lübbecke: Genz (2 P.), Grabenstein (4 P.); Santos, Sturhahn, Furu (4), Schulze (4/1), Lundahl, Dräger (3), Wullenweber, Blaauw (2), Gautzsch (2), Pabst (3), Bergemann (6/4), Blazicko, Dederding (1), Eisele.
Siebenmeter: – 4/4 Terhaer – 6/9 Schulze an Dreyer (10.), Bergemann an Krechel (42.), Gautzsch an Dreyer (58.)
Zweiminuten: Tobeler (11.), Timm (34.), Heitkamp (42.) Gorpishin (48.), – Pabst (9. + 17.), Dräger (31.), Eisele (43.), Gautzsch (51.)
Disqualifikation: Heitkamp (42.)
Schiedsrichter: Fabian Friedel und Rick Hermann





