
Jó Gerrit Genz beendet seine Profikarriere – Linkshänder Malte Dederding wechselt zum TuS N-Lübbecke
24. März 2026TuS empfängt Dessau – Improvisation in der Vorbereitung, volle Konzentration am Freitagabend

Die Länderspielpause ist beendet – und beim TuS wurde sie aktiv genutzt. Trainer Davor Dominikovic war beim HBL-Trainertreffen in Dortmund zu Gast, sammelte dort viele Eindrücke und neuen Input. „Es war schön, die Kollegen dort zu sehen und es hat wirklich Spaß gemacht“, berichtet er. Für die Spieler gab es zunächst ein paar freie Tage, die dringend nötig waren, um kleinere Wehwehchen und Verletzungen auszukurieren.
Am Freitagabend um 19.30 Uhr ist mit dem Dessau-Roßlauer HV 06 ein unbequemer Gegner in der MERKUR Arena zu Gast. Tickets gibt es im Ticketshop, das Spiel ist außerdem live und on demand bei Dyn zu sehen.
Die Trainingswoche verlief allerdings alles andere als optimal. Immer wieder musste improvisiert werden, zeitweise standen nur neun Spieler auf der Platte.
Kapitän Gerrit Genz fällt mit einem Bänderriss weiterhin aus, könnte aber eventuell am Montag dosiert wieder ins Training einsteigen. Sven Weßeling hat gestern erstmals wieder Teile des Mannschaftstrainings absolviert. Max Santos wurde zuletzt von einer Magen-Darm-Grippe ausgebremst und stieß erst am Mittwochnachmittag wieder zur Mannschaft. Zudem fehlt Manuel Hörr, der zeitgleich für die TSG AH Bielefeld im Einsatz ist.
Mit Dessau wartet traditionell ein sehr unangenehmer Gegner auf den TuS. Vor allem aus dem Rückraum kommen sie mit enormer Durchschlagskraft:
„Sie spielen eine aggressive und kompakte Abwehr. Spieler, die vielleicht körperliche Nachteile haben, machen das trotzdem sehr gut – wie zum Beispiel der Pole Jakub Powarczynski oder Valentin Neagu. Alle sind sehr beweglich.“
In der Rückraumreihe steht mit Fritz-Leon Haake ein junger, aber hochveranlagte Spieler aus der Magdeburger Schule. Auch Marcel Nowak aus dem rechten Rückraum ist bei den Berlinern hervorragend ausgebildet worden. Dazu kommen talentierte ausländische Akteure. „Generell sind die Dessauer Spieler sehr gut ausgebildet – entweder in Magdeburg oder Berlin.“
Auch Dannenberg, der lange verletzt war, zählt für Davor Dominikovic zu den Leistungsträgern. „Ich gehe davon aus, dass er gegen uns spielen wird.“
Wer die jüngsten Dessauer Spiele gesehen hat, weiß, was den TuS erwartet. Gegen den TuS Ferndorf fielen die Tore im Minutentakt – fünf, sechs Treffer in Serie, ohne Unterbrechung. Auch gegen Lübeck zeigte sich dieses Muster.
„Uns erwartet 60 Minuten Tempo und sehr viele Eins-gegen-eins-Situationen – durch Haake, Powarczynski und nicht zu vergessen Mika Schüler, der als dritter Rechtshänder immer wieder in die Rückraumreihe kommt.“
Dass Dessau derzeit weit oben in der Tabelle steht, ist für Davor Dominkovic kein Zufall. Trotz eigener Verletzungssorgen – im Spiel gegen Krefeld fehlten zwischenzeitlich acht Spieler, Schüler sah zudem die Rote Karte – liefert das Team konstant ab. „Da hatte mein Kollege Vanja Radic nicht viele Leute zur Verfügung. Aber er macht dort einen sehr guten Job, und sie spielen eine starke Saison.“
Für den TuS bedeutet das: volle Konzentration über die gesamten 60 Minuten – trotz schwieriger Trainingswoche.















































