
Handwerker- und Familienspieltag beim Heimspiel gegen Hüttenberg
2. Mai 2026TuS klettert auf Rang 9 – Erste Halbzeit bestimmen die Abwehrreihen – Am Ende siegt N-Lübbecke gegen Hüttenberg verdient mit 26:24

Hinten wie ein Bollwerk stehen – das wünschen sich Handballtrainer von ihren Jungs. So gesehen konnten die beiden Coaches mit dem Halbzeitstand von 11:9 zufrieden sein, auf die Fans auf den Rängen wirkte so etwas aber eher zäh. Im zweiten Durchgang fielen dann aber auch mehr Treffer, auch weil sich Fehler auf beiden Seiten häuften, besonders bei Hüttenberg, in der Deckung wie auch im Spiel nach vorn. Am Ende war man sich einig, dass diese Partie einen verdienten Gewinner gebar, der beim zwischenzeitlichen 18:10 nach 37 Spielminuten die Angelegenheit weit eher hätte eintüten müssen und wohl auch können. Doch Hüttenberg verkürzte auf 18:13 (41.), war beim 24:21 (57.) noch einmal fast in Schlagweite gekommen. Bestnoten gab es auf Gäste-Seite für Philipp Schwarz, dem 7 Treffer aus 7 Würfen gelangen, während bei N-Lübbecke Niko Blaauw (6 Tore aus 7 Versuchen) dem kaum nachstand.
Mit diesem Erfolg haben die Lübbecker in der Tabelle sich von Gegner Hüttenberg weiter abgesetzt und Coburg überholt, der TuS nimmt nun schon Rang 9 ein und das Positiv-Konto von 31:29 Punkten sind der Lohn für die harte Arbeit mit dem im November eingestellten Trainer Davor Dominikovic, der das Amt übernahm, als sich der TuS bekanntlich noch mitten im Abstiegskampf befand. Nun wird es für den Rest der Saison darum gehen, die noch verbleibenden 4 Partien mit Ernst und Engagement anzugehen, zumal gegen Teams, für die es noch um etwas geht. Und so sieht das 25/26-er Restprogramm für Nettelstedt aus: Freitag, 8. Mai, Anwurf 19 Uhr, beim VfL Eintracht Hagen; Samstag, 23. Mai, Anwurf 18 Uhr, in der MERKUR Arena gegen TUSEM Essen; Samstag, 30. Mai, Anwurf 18 Uhr, bei der HSG Krefeld Niederrhein; Samstag, 6. Juni, Anwurf 18 Uhr, in der MERKUR Arena gegen den HC Oppenweiler/Backnang.
Es dauerte 7 Minuten, ehe das erste Nettelstedter Tor an diesem Spätnachmittag fiel. Yannick Dräger vollendete erfolgreich vom Kreis zum 1:1. Nach schon rund 8 Spielminuten mussten die Gastgeber eine doppelte Unterzahl verkraften, als Yannick Dräger und Jabob Lundahl binnen weniger Sekunden beide auf die Strafbank geschickt wurden. Doch Fredrik Genz wehrte ab, erst den Siebener gegen Tim Rüdiger und auch den Nachwurf von Danil Dyatlov. Die MERKUR Arena war spätestens jetzt erwacht und nach 18 Minuten war beim 6:4 der erste Lübbecker Vorsprung von zwei Toren erreicht. Der Vorteil war beim 9:9 (26.) dahin, wohl auch weil die Gäste nun im „7 gegen 6“ vorn operierten. Und doch sah N-Lübbecke insgesamt sehr gut gegen diese zahlenmäßige Übermacht aus. Mit dem 11:9 vom Siebenmeterpunkt dank Tim Roman Wieling (30.) ging es in die Pause.
Nach einem Ballverlust Hüttenbergs legte Alexander Schulze per Tempogegenstoß zum 18:10 (37.) vor. Ein Sieg ohne jeglichen Stress wurde es dennoch für die Lübbecker nicht, obwohl es nie noch zu einem so genannten Momentum zugunsten der Gäste gekommen war. Die TuS-Offensive setzte aber noch einige vor-entscheidende Nadelstiche in Form von – teils – auch sehenswerten Toren. Und ins Gewicht fiel auch nicht mehr die Disqualifikation von Max Santos (49.). Sehr rasch danach gab es ein Tor per Unterarmwurf von Niko Blaauw (23:19, 50.) und ein erfolgreicher Schlagwurf dank Bence Hornyak (24:19, 52.). Mit dem 26:22 (Alexander Schulze) in der 59. Minute begann die Siegesfeier, der Anschluss zum 26:24-Endstand geriet nurmehr zur Hüttenberger Ergebniskosmetik.
Rolf Hermann, Geschäftsführer des TuS, äußerte sich diesmal mal nicht zu sportlichen Aspekten („Unser Trainer hat dazu alles wunderbar und richtig zusammengefasst“), sondern freute sich über den „tollen Verlauf der Aktivitäten in und an der MERKUR Arena mit dem Handwerker- und Familientag“. An die „hier tätigen Anbieter und die Helferinnen und Helfer“ gehe sein umfänglicher Dank!
Stimmen zum Spiel:
Davor Dominikovic (TuS N-Lübbecke): „Teamarbeit in der Abwehr – mit viel Leidenschaft – zeichnete die 1. Halbzeit aus. In der 2. Halbzeit haben wir weniger technische Fehler gemacht als zuvor noch. Recht lange Zeit mussten wir uns in der Defensive gegen das „7 gegen 6“ wehren, da haben meine Spieler super Arbeit geleistet. Der Sieg stimmt mich zufrieden, da ist für uns aber noch Luft nach oben!“
Stefan Kneer (TV Hüttenberg): „Das war ein verdienter Sieg für den TuS! Die 1. Halbzeit bestimmen die beiden Abwehrreihen. Insgesamt passieren uns zu viele technische Fehler. Wie meine Mannschaft nach dem 10:18-Zwischenstand weiter gekämpft hat, dafür darf ich sie loben. Ich hoffe es gelingt uns, dass wir uns für den Rest der Saison nicht ausklinken!“
Statistik
TuS N-Lübbecke: F. Genz (9/2 P.), Grabenstein (2 P.); G. Genz (1), Santos (3), Hörr, Westerbeck, Sturhahn (1), Schulze (2), Lundahl, Dräger (3), Hornyak (2), Blaauw (6), Weßeling (1), Pabst, Blazicko, Wieling (7/4).
TV 05/07 Hüttenberg: Böhne, Shamir (10/1 P.); Schwarz (7), Volk, P. Ohl (1), L. Ohl (1), Zörb (1), Rüdiger, Reichl, Haack, Anselm (1), Stehl (2), Kompenhans (2), Dyatlov (4), Schreiber (1), Kuntschner (4).
Siebenmeter: 3/4 Schulze an Shamir (24.) – 3/5 Rüdiger an Genz (9.), Kuntschner an Genz (34.)
Zeitstrafen: Dräger (8. + 38. + 56.), Blaauw (59.) – Zörb (14. +52.), Dyatlov (19.)
Disqualifikation: Santos (49., grobes Foul),Dräger (58., Dritte Zeitstrafe),
Schiedsrichter: Maximilian Engeln und Felix Schmitz




























































