
Finn Wullenweber freut sich auf neue Herausforderung beim TuS N-Lübbecke
20. Februar 2026TuS reist zum Tabellenführer nach Bietigheim

Sonntag, 17 Uhr, EgeTrans Arena: Die SG BBM Bietigheim empfängt den TuS N-Lübbecke zum Bundesligaspiel der 2. HBL. Das Hinrundenspiel vom 12. September in der MERKUR Arena endete 27:27-Unentschieden. Ein Fingerzeig, dass der TuS auch gegen den aktuellen Primus bestehen kann. Wie gewohnt wird das Spiel live und on demand auf Dyn übertragen.
Allerdings reist N-Lübbecke mit gemischten Gefühlen nach Baden-Württemberg. Im ersten Heimspiel der Rückrunde unterlag das Team dem TV Großwallstadt mit 26:29 – nach einer Partie mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten.
„In der ersten Halbzeit hatten wir nur einen technischen Fehler, eine aggressive Abwehr und mit Frederik Genz einen starken Rückhalt im Tor“, blickte TuS-Trainer Davor Dominikovic zurück. Nach dem Seitenwechsel jedoch seien „die alten Muster aus der Hinrunde“ zurückgekehrt. „Das war in der zweiten Halbzeit verschwunden, und ich habe kleine Erklärung warum. Mit der anschließenden gerechtfertigten Kritik müssen wir leben“, so der Kroate.
Die Trainingswoche stand daher im Zeichen der Analyse und Korrektur. Fehlerquellen wurden angesprochen, Abläufe nachgeschärft – der Fokus gilt nun ausschließlich der Aufgabe beim Spitzenreiter. Trotz der klaren Tabellenkonstellation sieht Dominikovic sein Team keineswegs chancenlos. „Auch gegen den Tabellenersten haben wir eine 50:50-Chance. Es geht um Fokus, Konzentration, 60 Minuten und um uns. Der Gegner nutzt das, was wir ihm anbieten.“
Bietigheim hat sich unter Trainer Iker Romero in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt. Die spanische Handschrift ist unverkennbar: hohes Tempo, variables Angriffsspiel, konsequente Umsetzung. Erst in der vergangenen Saison stieg die SG nur knapp aus der Handball-Bundesliga ab – ein Beleg für die individuelle Qualität im Kader.
Spieler wie Juan de la Peña, Nikola Vlahovic, Dominik Claus und Jonathan Fischer sind bestens eingespielt, verstehen sich nahezu blind. Hinzu kommt ein starkes Torhüterduo mit Martin Tomovski und Jan Hrdlicka, die beide Quoten um die 33 Prozent gehaltener Bälle vorweisen können. „Wir dürfen uns keine naiven technischen Fehler erlauben, sonst geht es schnell in den Gegenstoß“, warnt Dominikovic.
Personell kann der TuS nahezu aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Kasper Haugen Furu sind alle Spieler einsatzbereit. Wann der Norweger zurückkehrt, ist derzeit offen. Dennoch zeigt sich der Trainer überzeugt: „Wir haben genug Leute mit der Qualität, in Bietigheim ein gutes Spiel zu zeigen.“
Ob es am Sonntag tatsächlich für Zählbares reicht, wird sich ab 17 Uhr zeigen. Klar ist: Will der TuS beim Tabellenführer bestehen, braucht es 60 Minuten Disziplin, Konsequenz – und das Gesicht der ersten Halbzeit aus dem Großwallstadt-Spiel.















































