
MERKUR-Spieltag: Lübbecke gegen Dresden vor voller MERKUR Arena
8. März 2026Wenn plötzlich alles klappt – N-Lübbeckes 34:31 nach 8:16-Rückstand gegen Elbflorenz lässt MERKUR Arena erbeben –Gegen die TOP 4 jetzt 6:2 Punkte eingefahren

Manchmal ist das so im Leben: Wenn wenig auf ein Erfolgserlebnis hindeutet, klappt ab einem bestimmten Zeitpunkt alles – okay (fast) alles. Der TuS N-Lübbecke hatte seine Mühen bei der Vorbereitung auf diesen „MERKUR-Spieltag“ am Montagabend. Ob hier Verletzung, dort Magen-Darm… Und dann die ersten 22 Minuten… Mit 8:16 lagen die Dominikovic-Schützlinge gegen das nächste Spitzenteam, diesmal war es der HC Elbflorenz, im Grunde schon aussichtslos zurück. Am Ende stand (nach 16:20-Pausenstand) ein vollauf verdienter 34:31-Erfolg, der die 1.779 Zuschauer restlos begeisterte und die MERKUR Arena in ihren Grundfesten erschütterte. Nebenbei: Auch der Heimfluch ist vertrieben. Nach mehr als einem halben Jahr, 192 Tagen und 4.585 Stunden, gelingt dem TuS in eigener Halle wieder der doppelte Punktgewinn. Wie heißt es doch so schön im TuS-Lied über die Gegner? „Sie mussten ohne Punkte fahr‘n!“ Diesmal wirklich!
Es war eine Teamleistung, die Nettelstedt-Lübbecke dieses Erfolgserlebnis ermöglichte. Und doch gab es sie wieder – die besonderen Asse im roten Trikot bzw. im Keeper-Jersey: Leon Grabenstein, nach knapp 20 Spielminuten eingewechselt, parierte 13 Mal, Kasper Haugen Furu, mit 1-1-Aktionen, Leadership-Qualitäten sowie Souveränität und Übersicht traf 9 Mal, weiter stark im Tore-Werfe-Modus: Max Santos (6) und Alexander Schulze (6/4).
Die kommenden Aufgaben von Nettelstedt-Lübbecke bleiben anspruchsvoll – wie immer wieder in dieser 2. Bundesliga! Die drei nächsten drei Aufgaben: Zunächst am Samstag, 14. März, Anpfiff um 18 Uhr, steht die Partie beim VfL Lübeck-Schwartau auf dem Spielplan, ehe die Jungs vom Wiehen zweimal daheim antreten dürfen: Freitag, 27. März, 19.30 Uhr, gegen den Dessau-Roßlauer HV sowie am (Grün-)Donnerstag, 2. April, 20 Uhr, im Duell mit dem HSC 2000 Coburg.
Über die ersten 22 Minuten möchte man in diesem Spielbericht kaum schreiben. Mehrmals lagen die Hausherren „mit 8“ zurück, letztmals beim 8:16 (22.). Bis zur Pause (16:20) hielt der TuS aber bereits wieder etwas besser mit. Und doch war der Rückstand verdient. Im Vorfeld hatte der Lübbecker Trainer es bereits treffend beschrieben. Dass man „vor allem auf ein robustes Team“ treffen dürfte. Ein Klassenunterschied war lange Zeit tatsächlich nicht zu übersehen.
Der 3:0-Lauf des TuS direkt nach Wiederbeginn – vom 16:20 zum 19:20 – war dann bereits mehr als ein Fingerzeig. Wie breit der Nettelstedter Kader aufgestellt ist, wurde offenbar. Ein neuer Rückraum war schon vor der Pause gekommen, aber erfuhr auch noch weitere Veränderungen, wenn Spieler aus der Erstformation wieder zurückkehrten. Auch die Umstellung auf eine 5:1-Abwehr (Sven Weßeling) trug hier Übriges zum 34:31-Sieg bei. Wenngleich Weßeling dann in der 40. Minute „Rot“ sah. Bei der Nachbetrachtung geriet diese Disqualifikation aber kaum mehr in den Blick, weil einfach so überragend gewonnen wurde. Beim 21:21 (Max Santos, 37.) war erstmals wieder ein Ausgleich geschafft, mit dem 26:25 (wieder Max Santos, 46.) mit einem Heber ins leere Tor, lag der TuS erstmals nach dem 1:0 (1. Minute) wieder in Führung. Das knappe 32:31 (58.) lösten Alexander Schulze (Siebenmeter, 59.) und Kasper Haugen Furu (5 Sekunden vor dem Ende) zum 34:31-Endstand auf!
Rolf Hermann, Geschäftsführer des TuS, sagte nach Spielschluss vergleichsweise wenig, weil er einfach nur maßlos glücklich war. „Bei den Problemen, die wir unter der Woche hatten, ist dieser Sieg umso höher zu bewerten!“ Es habe alles zudem „so wunderschön“ zu diesem Abend gepasst, da der „MERKUR-Spieltag“ des Hauptsponsors MERKUR Gruppe angestanden habe, bei dem auch viele Mitarbeitende auf der Tribüne mit angefeuert hätten.
Stimmen zum Spiel:
Davor Dominikovic (TuS N-Lübbecke): „Ich freue mich sehr über diesen ersten Heimsieg nach so langer Zeit! Ich freue mich für die Jungs! Super, wie Leon Grabenstein das im Tor gemacht hat. Als wir so hoch zurück lagen, habe ich appelliert, einfach weiter Torchancen zu erarbeiten. Toll, dass meine Mannschaft nach den 3 Spielen in 6 Tagen nun in der Lage war, solch eine Partie wie heute Abend noch zu drehen! Den freien Tag morgen haben sich die Jungs redlich verdient!“
André Haber (HC Elbflorenz): „Gut 20 Minuten spielen wir so, wie wir uns das vorgenommen hatten. Doch recht bald kippt das Spiel dann komplett. Euer Torwart Leon Grabenstein hält einfach überragend. Der TuS leistet sich später kaum noch Fehlwürfe, wir aber vergeben 10- bis 12 Mal. Dann kannst Du ein Handballspiel natürlich nicht gewinnen. Euch alles Gute im weiteren Saisonverlauf. Das war ein verdienter TuS-Sieg!“
Statistik
TuS N-Lübbecke: F. Genz (2 P.), Grabenstein (13 P.); Santos (6), Heiny (1), Hörr, Sturhahn (2), Furu (9), Schulze (6), Lundahl (1), Dräger, Hornyak (2), Blaauw (3), Weßeling (1), Pabst (2), Blazicko, Wieling (1).
HC Elbflorenz 2006: Mallwitz (1), Sandin, Cantegrel (6/1); Bensch (2), Wucherpfennig (5), Petersen Norberg, Dierberg (8), Pehlivan (6), Preußner (2), Stavast, Pichiri (1), Greß (4), Stoyke, Dutschke, Thümmler, Seidler (3).
Siebenmeter: 4/5 – Wieling an Cantegrel – 3/3
Zweiminuten: Schulze (10. + 23.), Heiny (25.), Lundahl (48.), Hornyak (56.) – Stoyke (16. + 59.), Pichiri (10. + 34.), Pehlivan (29.),
Disqualifikation: Weßeling (40.)
Schiedsrichter: Maximilian Engeln und Felix Schmitz

























































