
Serie soll auch in Lingen halten – TuS N-Lübbecke zu Gast bei der HSG Nordhorn-Lingen
10. April 2026Positiv-Trend gestoppt – „Ohne Vier“ verliert der TuS bei Nordhorn/Lingen – Das 32:34 ist die erste Auswärtsniederlage seit Mitte November

Nach 10:0 Punkten am Stück und 13:1 Zählern in den 7 Auswärtsspielen zuvor, hat der TuS N-Lübbecke mal wieder die Erfahrung machen müssen, wie sich eine Niederlage anfühlt. Aber es ist ein doppelter Punktverlust, den die Dominikovic-Schützlinge verschmerzen können, nach den vielen so positiven Ereignissen zuvor. Erhobenen Hauptes verließen die Rothemden (diesmal in schwarzen Trikots) die mit 2.900 Besuchern besetzte Emsland Arena in Lingen. Nach dem 32:34 (15:15) bei der HSG Nordhorn-Lingen rutscht der TuS auf den 9. Rang zurück, hat jetzt 27:27 Zähler in der Rangliste stehen. „Ohne Vier“ (Kasper Haugen Furu, Sven Weßeling, Jó Gerrit Genz, Lutz Heiny) kann man beim Skat dennoch gewinnen und auch beim Handball, wenn der „Rest“ stark genug ist. Und stark agierte der TuS tatsächlich, erst der 1:4-Lauf zwischen der 54. und 58. Minute war die entscheidende Idee zu wenig.
Mit 10:9 Paraden lagen die Gäste in der Bilanz zwischen den Pfosten knapp vorn, 7 Mal parierte Leon Grabenstein. Die besten Werfer hatten die Ostwestfalen in Alexander Schulze (7/3), Tim Roman Wieling (6/1) sowie in drei Jungs vom Wiehen, die je 5 Mal ins Netz trafen: Henri Pabst, Tjorven Sturhahn und Max Santos. Kein einziger im TuS-Team fiel leistungsmäßig ab, bis knapp vor Ende (6 Minuten vor Schluss) waren TuS-Sieg oder zumindest ein Unentschieden realistische Optionen. In der Defensive war das zuletzt bewährte „5:1“ zu sehen – mit Yannick Dräger als „Vorderposten“.
Kommendes Wochenende empfängt N-Lübbecke die Eulen Ludwigshafen in der MERKUR Arena. Die Partie findet bereits am Freitag, 17. April, 20 Uhr, statt. Genau eine Woche später ist’s erneut ein Freitagsspiel, wenn der TuS Ferndorf den „Namensvetter“ TuS Nettelstedt-Lübbecke erwartet. Die Heimpartie der Dominikovic-Schützlinge gegen den TV Hüttenberg ist auf Sonntag, den 3. Mai, 17 Uhr, angesetzt.
Zurück zum 32:34 bei Nordhorn-Lingen: Aufgrund der vier verletzten Spieler hatte der TuS nur 13 Mann im Kader stehen. Aber N-Lübbecke startete vorzüglich in die Partie. 3 Grabenstein-Paraden halfen sehr, bis zur 5. Spielminute eine 3:0-Führung zu schaffen. Sturhahn und zweimal Pabst waren da als Schützen zu notieren. Erst beim 6:6 (13., Bandlow) gelang es Nordhorn, erstmals auszugleichen. Nur einmal, 14:13 (26.), nach einem TuS-Stürmerfoul kurz zuvor, waren die Gastgeber zu einem Führungstreffer gekommen. Das 15:15 zur Pause war leistungsgerecht, eine Freude für jene Handballfans, die neutral auf diese Partie schauen durften.
In die zweiten 30 Minuten starteten die Nettelstedter nicht optimal. Kein Wunder, dass bei 18:15-Führung der Gastgeber nach 35 Spielminuten der TuS-Coach zur Auszeit bat. Nach dem 19:16 (36.) besannen sich die Jungs vom Wiehen und zauberten binnen 5 weiterer Minuten das 19:20 herbei. Henri Pabst, Nico Blaauw, Alexander Schulze und Max Santos waren hier die Torschützen, zudem parierte in dieser Phase Fredrik Genz auch noch einen Siebenmeter. Zurück war das „Spiel auf Augenhöhe“. Der bereits oben im Text erwähnte 1:4-Lauf des TuS in der Crunchtime wurde dann aber zur entscheidenden Wendung hin zum Nordhorner Sieg. Den 29:32-Rückstand schwächten die Gäste noch zum 32:34-Endstand ab.
Rolf Hermann, Geschäftsführer des TuS N-Lübbecke, machte den Jungs – Niederlage hin oder her – nicht den geringsten Vorwurf. „Sie haben ordentlich gespielt, erst ganz gegen Ende hat ein klein wenig die Kraft gefehlt.“ In der 2. Spielhälfte habe man um fast jedes Tor arg kämpfen müssen. Der Gegner habe mehr und mehr aufs Tempo gedrückt, in der ersten, wie auch der zweiten Welle „zu oft Torabschlüsse erzielt“. Aller bestens sei während der gesamten Partie „die Unterstützung durch unsere Fans“ gewesen. „Danke!“ So strahlte der Geschäftsführer auch ohne die erhofften 2 Punkte. Nun hoffe man und freue sich, dass die schon etwas länger Verletzten Jó Gerrit Genz und Sven Weßeling „am Montag wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren können“. Mit „seiner Fußverletzung“ werde Kasper Haugen Furu dagegen voraussichtlich „ein paar Wochen nicht mehr einsatzfähig sein“.
Stimme zum Spiel:
Davor Dominikovic (TuS N-Lübbecke): „Nach einer Niederlage bin ich nie zufrieden – auch meine Spieler nicht. Aber mich stimmt froh, dass die Jungs von der 1. bis zur 60. Minute mit viel Leidenschaft und tollem Kampfgeist dagegen gehalten haben. Sie waren bereit und haben auf hohem Niveau agiert. Es hat erst ganz am Ende nicht ganz gereicht. Wir dürfen dabei nicht vergessen, dass auch Nordhorn-Lingen hervorragende Spieler in seinen Reihen hat.“
Statistik
HSG Nordhorn-Lingen: van der Merwe (7/1), Tschentscher (2); Bandlow (6/3), Wilhelm (4), Gentzel, van Berlo, Lux (6/1), Marschall (4), Hüter, Zintel, Ruddat (12), Tobeler, Lingers, Sokolic, Erlingsson (1), Potgeter (1).
TuS N-Lübbecke: F. Genz (3/1), Grabenstein (7/1); Santos (5), Hörr (1), Sturhahn (5), Schulze (7/3), Lundahl, Dräger, Hornyak (1), Blaauw (3), Pabst (4), Blazicko, Wieling (6/1).
Siebenmeter: 4/6 Bandlow an Grabenstein (16.), Lux an Genz (37.) – 4/5 Wieling an van der Merwe (13.)
Zweiminuten: Sokolic (16.) – Schulze (11.), Santos (56.)
Schiedsrichter: Martin Thöne und Marijo Zupanovic


















































