
Neue Folge InTuS: Jeden Tag ein bisschen besser – Kasper Haugen Furu
26. Mai 2026Letztes Auswärtsspiel der Saison: TuS reist zum Showdown nach Krefeld

Für den TuS N-Lübbecke steht am Samstagabend das letzte Auswärtsspiel der Saison 2025/26 auf dem Programm. Anwurf bei der HSG Krefeld Niederrhein ist um 18 Uhr in der Glockenspitzhalle Krefeld. Die Partie wird zudem live und on demand bei Dyn übertragen.
Schon das Hinspiel im Dezember war nichts für schwache Nerven. In einer dramatischen Schlussminute kämpfte sich der TuS nach einem 26:28-Rückstand noch zu einem 28:28-Unentschieden. Auch diesmal dürfte es emotional und intensiv werden, denn für Krefeld geht es im Saisonendspurt um nicht weniger als den Klassenerhalt. Mit aktuell 18:46 Punkten besitzt die HSG wohlmöglich die letzte Chance, den Ligaverbleib am letzten Spieltag noch aus eigener Kraft zu sichern – vorausgesetzt, TuSEM Essen (19:45 Punkte) lässt bereits am Freitagabend gegen die HSG Nordhorn-Lingen Punkte liegen.
„Im Hinspiel haben wir in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit nur ein Tor erzielt“, erinnert sich TuS-Trainer Davor Dominikovic zurück. Gleichzeitig warnt der Chefcoach vor der Entwicklung der Gastgeber in der Rückrunde: „Generell haben Essen und Krefeld in der Rückrunde richtig gute Spiele gemacht.“
Großen Anteil daran habe laut Dominikovic insbesondere Winter-Neuzugang Pau Guitart Alguacil. Auch Marvin Kix, ebenfalls im Winter aus Potsdam nach Krefeld gewechselt, habe der Mannschaft neue Impulse gegeben. „Er ist ein super Eins-gegen-Eins-Spieler, stark am Ball und trifft auch unter Druck gute Entscheidungen“, so Dominikovic. Hinzu kommen erfahrene Akteure wie Falk Kolodziej, Lucas Schneider oder Julius Rose. „Krefeld spielt eine gute und kompakte Abwehr.“
Trotz der besonderen Ausgangslage beim Gegner richtet der TuS den Fokus vor allem auf die eigene Leistung. „Krefeld ist aktuell in einer Situation wie Essen letzte Woche auch – für sie geht es um alles. Aber auch wir haben unsere Ziele und möchten unser bestes Gesicht zeigen.“
Positiv verlief aus Sicht des Trainers die Trainingswoche. Nach personell schwierigen Wochen entspanne sich die Situation. „Wir haben nach den Wochen, in denen wir gekämpft haben, überhaupt im Sechs-gegen-Sechs trainieren zu können, jetzt fast schon ein süßes Problem. Einige stehen momentan sogar mal draußen.“ Besonders erfreulich sei dabei die Energie innerhalb der Mannschaft: „Man hat überhaupt nicht das Gefühl, dass die Saison bald vorbei ist. Die Jungs geben in jedem Training Gas – das macht momentan richtig Spaß.“
Auch individuell verfolgen viele Spieler im Saisonendspurt noch ihre persönlichen Ziele. Dominikovic spürt dabei weiterhin große Motivation innerhalb des Teams – insbesondere bei Spielern, die den Klub verlassen oder ihre Karriere beenden werden. „Rein sportlich möchte jeder seine maximale Leistung bringen.“
Besonders emotional blickt der Trainer auf das bevorstehende Karriereende von Tim Wieling. „Ich habe gestern nach dem Training mit Tim gesprochen. Er bleibt nach jeder Einheit noch in der Halle und wirft Siebenmeter“, erzählt Dominikovic. „Ich habe ihn gefragt, wie sehr ihm das fehlen wird. Seine Entscheidung muss man natürlich respektieren, aber ich habe ihm auch gesagt, dass er jederzeit wieder willkommen ist.“
Auch die Rückkehr von Lutz Heiny nach Verletzung stimmt den Coach optimistisch. „Gerade im letzten Spiel hat er gezeigt, was er der Mannschaft geben kann.“ Ebenso freue er sich über die wiedergewonnene Trainingskontinuität bei Kasper Haugen Furu und den Einsatzwillen von Gerrit Genz, „der schon länger auf die Zähne beißt und die Saison unbedingt auf dem Feld beenden möchte“.
So reist der TuS mit klarer Zielsetzung nach Krefeld: „Jeder Spieler hat seine persönlichen Ziele, aber wir haben auch als Mannschaft ein Ziel – gegen jeden Gegner, wenn möglich, zu gewinnen oder zumindest unsere bestmögliche Leistung abzurufen. Genau das wollen wir auch am Samstagabend in Krefeld zeigen.“















































