
TuS N-Lübbecke will wieder 100% geben und Freitagabend gegen den TuS Ferndorf eine Reaktion zeigen
23. April 2026TuS N-Lübbecke seriös und souverän – 14 Paraden von Fredrik Genz – 28:24-Erfolg in Ferndorf verdient und nach hinten raus ungefährdet

Nach zwei Spielen Bestform-Pause mit den Niederlagen bei Nordhorn-Lingen und daheim gegen Ludwigshafen meldete sich am Freitagabend der TuS N-Lübbecke bei „Namensvetter“ TuS Ferndorf eindrucksvoll zurück. „The winner takes it all!“ Dabei gebührt das größte Lob Fredrik Genz, der bei seinen 14 Paraden auf eine Quote von 44 Prozent gehaltener Bälle kam. Ansonsten dürfen wir von einer geschlossenen Mannschaftsleistung sprechen. Bester Werfer Manuel Hörr, diesmal mit reichlich Spielzeit und vielen positiven Situationen. Am Ende waren es 5 Treffer aus 5 Versuchen, wobei auch ein verwandelter Siebener in der Bilanz von Manuel auftaucht. Das 28:24 war vollauf verdient, spätestens kurz nach Anpfiff zur 2. Spielhälfte auch nicht mehr wirklich gefährdet. Den 0:2-Rückstand ganz zu Beginn ließ sich der N-Lübbecke-Coach nicht bieten… Zur ersten Auszeit bat Davor Dominikovic schon nach 2 Minuten und 28 Sekunden. Ein „Zeit-Wert“, der möglicherweise ins Guinness-Buch der Rekorde gehört!
In den jüngsten 9 Auswärtsspielen hat der TuS N-Lübbecke nur eines verloren. 12:4 Punkte in den letzten 8 Spielen sind es insgesamt – das ist eher der Wert einer Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel, was zeigt, dass Davor Dominikovic dem Team ganz viele entscheidende Impulse vermittelt hat. Am Freitagabend ist Nettelstedt-Lübbecke von Rang 11 auf den 10. Patz geklettert und hat nunmehr 29:29 Zähler auf seinem Konto.
Am kommenden Wochenende, Sonntag, 3. Mai, ist wieder Heimspiel-Time für die Jungs vom Wiehen. Man läuft am Handwerker- und Familienspieltag gegen den TV Hüttenberg auf und jene Partie wird um 17 Uhr angepfiffen. Danach stehen nur noch vier Partien an, dann ist die Saison 2025/26 auch schon wieder Geschichte. Das Rest-Programm nach dem Hüttenberg-Match: in Hagen, gegen Essen, in Krefeld und schließlich zuhause gegen den Aufsteiger 2025 und Absteiger 2026 HC Oppenweiler/Backnang.
Nach Fehlwurf und Fehlpass und beim Stand von 0:2 gegen Nettelstedt-Lübbecke drückte TuS-Trainer Davor Dominkovic (siehe oben) bereits auf den Buzzer. Anschließend war noch ein weiterer Fehlwurf der Gäste zu notieren, doch dann folgten binnen kurzem die ersten drei Treffer für die Ostwestfalen. Yannick Dräger und zweimal Niko Blaauw hatten eingenetzt. Es folgte bald noch einmal ein Fehlpass und zwei Fehlwürfe, nach und nach jedoch fand Nettelstedt immer besser ins Spiel. Mit 6:8 lag man hinten (16. Minute), hatte aber dank Max Santos beim 9:8 (18.) wieder gut nachgelegt. Letztmalig zum Ausgleich kam Ferndorf beim 10:10 (22.), ehe ein 3:0-Lauf (13:10, 26.) den 15:12-Pausenstand sozusagen vorbereitete. Max Santos traf erneut, dann schön in den Winkel Tim Roman Wieling und auch Yannick Dräger (26., zum 13:10).
In die zweiten 30 Minuten blieben die Nettelstedter weiterhin Herr der Lage. Erstmals mit vier Toren in Front lagen die Gäste beim 18:14 (38.), wofür Henri Pabst gesorgt hatte. Den Hausherren brachte es nicht allzu viel, nun vermehrt mit „7 gegen 6“ im Angriff vorzugehen. Weiterhin verschob die Lübbecker Abwehr sehr gut, war rasch auf den Beinen – einfach vorbildlich! In der Schlussviertelstunde führte Manuel Hörr im Rückraum sehr gut Regie und kam auch zu Torerfolgen. Beim 25:20-Vorsprung (56.) hielt dann Leon Grabenstein einen Siebener, womit die Partie endgültig entschieden war!
Rolf Hermann, Geschäftsführer des TuS N-Lübbecke, zeigte sich nach der Partie sehr zufrieden. Durchaus ernst, wenn auch mit einem Schmunzeln verbunden, meinte er, dass ab der Auszeit in der 3. Spielminute „vieles für uns bestens gelaufen“ sei. Er sei mit dem Auftreten „der Jungs sehr einverstanden“, auch wenn „wir insgesamt nicht immer ein besonders schönes Spiel gesehen haben“. Manuel Hörr verdiene „ein Sonderlob“ und „Freddy Genz sowieso“! Auch die Spielsteuerung von Niko Blaauw habe ihm „sehr gefallen“. Und schließlich hätten „einmal mehr unsere mitgereisten Fans sich Bestnoten“ verdient.
Stimme zum Spiel:
Davor Dominikovic (TuS N-Lübbecke): „Ja, es war ein hochverdienter Sieg für uns. Die Jungs haben mit ganz viel Leidenschaft gekämpft und auch spielerisch sehr überzeugt. Das war die richtige und wichtige Reaktion nach der Pleite gegen Ludwigshafen vom vorigen Wochenende! Freddy Genz hat uns mit seinen 14 Paraden viel Freude gemacht, aber auch Leon Grabenstein hält einen wichtigen Siebenmeter. Manuel Hörr kommt in einer ganz wichtigen Phase in die Partie und alles super gelenkt im Rückraum. Unser ganzes Team hat prima Emotionen gezeigt. Ja, das war etwas sonderbar, mich schon nach zweieinhalb Minuten für eine Auszeit zu entscheiden. Aber das ist kein Rekord. Vor einigen Jahren mit Vinnhorst gegen die 2. Mannschaft von Magdeburg habe ich das schon in der 1. Spielminute mal gemacht!“
Statistik
TuS Ferndorf: Adanir (5/1 P.), Baranasic (2 P.); Eres (5/1), Da Rocha Viana (3), Fanger (1), Michel (4), Hideg (6), Schnabel (2), Würz, Servos (2), Löhr, Mundus (1), Schwarnweber.
TuS N-Lübbecke: F. Genz (14 P.), Grabenstein (1/1); G. Genz (1), Santos (4), Hörr (5/1), Westerbeck, Sturhahn, Schulze (4), Lundahl, Dräger (3), Hornyak, Blaauw (3), Weßeling (2), Pabst (3), Blazicko (1), Wieling (2).
Siebenmeter: 3/4 Eres an Grabenstein (57.) – 1/3 Wieling an Adanir (34.), Schulze an die Latte (41.)
Zeitstrafen: Hideg (52.) – Dräger (30.), Sturhahn (48.), Pabst (58.)
Schiedsrichter: Lucas Hellbusch und Darnel Jansen






















































